Gutspächterfamilien und Landwirtschaft im jülicher Amt Nörvenich zwischen 1630 und 1830

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  Gutspächterfamilien und Landwirtschaft im jülicher Amt Nörvenich zwischen 1630 und 1830
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  7.9.2004 Höfe, Landwirtschaft und Halfen. Eine agrar- und sozialhistorische Untersuchung der Landwirtschaft und derGutspächterfamilien des jülicher Amtes Nörvenich zwischen 1618 und 1830. Inhalt: EinleitungA) Die Rahmenbedingungen im Amt NörvenichI) Die historisch-politischen Entwicklungen in der Pfälzischen Zeit1)Die Entwicklung der Bevölkerung im Amt Nörvenich in der pfälzischen Zeit2) Besitzstruktur im Amt Nörvenich bis zum Ende des Ancien Régimea)Der Grunderwerb durch Heiratb)Der Grunderwerb durch Erbungc)Die Guts- und Landkäufe der Halfen in der pfälzischen ZeitII) Die französische Zeit bis zur preußischen Okkupation des Roerdepartements 18141) Die politische und völkerrechtliche Entwicklung:2) Die Eingliederung des linksrheinischen Gebietes in Frankreich3) Exkurs: Die Franzosenzeit im ehemaligen Amt Nörvenich aus der Sicht eines Halfen und einesKötters4) Die Belastungen der Halfen durch die Koalitionskriege und die französische Besatzung desAmtes Nörvenich5) Die Bevölkerungsentwicklung in der französischen Zeit von 1794 bis 18136) Sozialstruktur auf dem Lande in der französischen Zeit:7) Auswirkungen der Französischen Revolutiona) Die Abschaffung der Feudalrechte und der Zehntenb) Die Begrenzung der geistlichen Rechte im Roerdepartementc) Das Konkordat:d) Säkularisationaa) Die Erfassung des Eigentums und der Einnahmen der geistlichen Institutionen und derenÜbertragung an den Staatbb) Die Vorbereitung der Säkularisationcc) Die Durchführung der Säkularisationdd) Die Veräußerungen der Nationalgüter im ehemaligen Amt Nörvenichee) Der Kauf von anderen nationalisierten Immobilienff) Die nichtbäuerlichen Käufer der Nationalgütergg) Die Käufer der Nationalgüter:hh) Ablösung und Ankauf von Rentenii) Die Ablösungs- und Kaufbedingungen  jj) Die Ablösung und der Ankauf von Grundrenten im ehemaligen Amt Nörvenich:III) Die preußische Besetzung des Roerdepartements und die Folgen desWiener Kongresses - 1 -  1)Die preußische Zeit2)Exkurs: Die preußische Besetzung im ehemaligen Amt Nörvenich aus derSicht eines Halfen3) Die Bevölkerungsentwicklung in der preußischen Zeit4) Die Domänenpolitik der preußischen Regierung und dieNationalgüterverkäufea) Die Nationalgüter in preußischer Zeit5) Verwaltung des Amtes Nörvenich in pfälzischer, französischer undpreußischer Zeita) Die Verwaltung in pfälzischer Zeitb) Entwicklung der Verwaltung in der französischen Zeit:c) Die neue Verwaltungsform ab 1800e) Die Verwaltung in der preußischen Zeit bis 18306) Die Landesnatur und die Wetterverhältnisse des Raumesa) Bau- und Oberflächenformenb) Bördelandschaft der Rur- und Erftschollec) Tälerd) Bödene) Witterung und das Klimaf) Eigenklima und der Witterungsverlauf g) Temperaturverhältnisseh) Niederschlagsverhältnisse7) Villikationsverfassung und ihre Auflösung8) Der Halbbau und seine Umwandlung zur Fixpacht zur Zeitpacht9) Die Pachtverträgea) Pachtleistungenaa)Pachten während des Ancien Régimesbb)Pachten während der Franzosenzeitcc)Pachten während der Preußenzeitdd)Pachten nach der Besetzung des Roerdepartements durch die Preußenb) Die Pachtnachlässec)Bewirtschaftungsvorschriftend)Reparaturen, Neubau, Brandhaftunge)Dienste und weitere Leistungenf)Kündigungsgründe und Haftungsartikelg)Steuerleistungenh)Abzug des Pächtersi)Alleinige Betriebsführung durch Frauen während der pfälzischen und französischen Zeit j)Nachfolgesicherung der Halfen10)Preise und Märkte11)Bevölkerung, und Wirtschaft im Amt Nörvenich 12) Der saisonale Arbeitsablauf in den Landwirtschaftlichen Betriebenund deren Abhängigkeit vom Wetter B)Die Halfen des Amtes Nörvenich in pfälzischer und französischer undzu Beginn der preußischen ZeitI)Die Halfen als landwirtschaftlichen Unternehmer1)Der Ackerbaua)Feldgüterb)Graslandc)Ackerland und Ackerbau - 2 -  d)Dreifelderwirtschafte)Fruchtanbauf)Bodenbearbeitung g)Kosten der Landwirtschaft2) Düngunga)Stallmistb)Jauchec)Stroh und Spreu (Kaff)d)Komposte)Grünlanddüngungf)Brandascheg)Gipsh)Kalk i)Mergel3)Zugtiere4)Schädlingsbekämpfung5)Aussaat6)Ernte7)Dreschen, die Reinigung und die Lagerung des Getreides8)Viehhaltunga)Rindviehhaltungb)Schafhaltungc)Schweinehaltungd)Ziegenhaltunge)Geflügelhaltung9) Die Halfen als Arbeitgebera)Gesindeaa)Anzahl des Gesindes auf den Gütern des Amtes Nörvenichbb)Rangfolge des Gesindescc)Herkunft des Gesindesdd)Löhne des Gesindesee)Gesindegesetzgebungff)Vermietung und Lossprechungb)Tagelöhner10)Pflichten, Ämter und Verwaltungsaufgaben der Halfen im Ancien Régimea) Schöffen11)Ämter und Verwaltungsaufgaben in der Franzosenzeita) Maires und preußische Bürgermeisterb) Adjunkten und Munzipalräte12)Eheschließung bei Halfenfamiliena)Das Heiratsalter, Heirat, Ehelosigkeitb)Die Größe der Familien und ihre Zusammensetzungc)Heiratskreisd)Ehedispensee)Regionale Herkunft der Ehepartnerf)Eheabreden und Mitgiften13)Versorgung der Kinder und Vererbungsgewohnheiten der Halfen14)Selbstverständnis, Lebensgewohnheiten, Staus der Halbwinnerinnerhalb der ländlichen Gesellschaft, Statussymbole15)Häuser und Inventar von Halfenhöfen16)Exkurs Vergleichende Inventarliste eines Halfen, eines mittleren Bauern,eines Kötter und eines landlosen Haushalts17)Kirchenplätze der Gutspächterfamilien - 3 -  18)Tod und Grabsteine der Halbwinner19)Anreden und Ehrenattribute der Halfen20)Bildungsstand der Halbwinner21) Familienstiftungen der Halfen22)Zusammenfassung23)Quellen24) Literatur Höfe, Landwirtschaft und HalfenEin Beitrag zur Geschichte der rheinischen Landwirtschaft und der Gutspächterfamilien im jülicher Amt Nörvenich zwischen 1618 und 1830 1) Einleitung In den Monographien zur Geschichte des Rheinlandes - besonders diejenigen, die die Landwirtschaft und den ländlichen Raum thematisieren - finden sich regelmäßig zwei immer wiederkehrende Aussagen:Die Landwirtschaft des Raumes zwischen Aachen, Köln, Grevenbroich und Eifel befand sich auf einemhohen Niveau und die Gutspächter, auch Halfen oder Halbwinner genannt, erfreuten sich wegen der guten Böden und guten Ernten eines großen Reichtums. Viele dieser Arbeiten gehen gleichsam von der fast mathematischen Formel: gute Böden, gleich gute Böden, gleich Reichtum der Halfenfamilien aus. Diese Kernaussage ist zwar an für sich richtig, gibt jedoch die Situation verkürzt wieder und stimmt auch nur für einzelne Zeiträume.Aus diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, die Landwirtschaft des Rheinlandes und die Geschichteder Pächter der geistlichen und weltlichen Güter (Halfen oder Halbwinner genannt), die diese Arbeit zum Thema hat, als eine untrennbare Einheit zu betrachten und sie so auch zu untersuchen. Denn nur so ist es möglich, ein annähernd korrektes Bild der Verhältnisse auf dem Lande darzustellen. Aus diesem Grund ist diese Untersuchung – wie der Titel sagt - eine Landwirtschaftsgeschichte und eine Sozialgeschichte, die gleichwertig behandelt werden muss.Der Autor ist der Auffassung, dass man eine soziale Gruppe, die von der Landwirtschaft lebt, nicht wissenschaftlich untersuchen und sich ein wahrheitsgetreues Bild ihrer Lebenssituation machen kann, wenn man keine genauen Kenntnisse der Agrarwirtschaft hat. Dazu ist eine möglichst detaillierte Beschreibung dringend nötig, um die verschiedenen Aspekte auf dem Lande in der Frühen Neuzeit war durchaus differenzierter, als es die oben genannte Formel wiedergibt. - 4 -  Der wirtschaftliche Erfolg des Halbwinnerfamilien, der ohne Zweifel vorhanden war und nachweisbar ist, war das Ergebnis der Summe aus guten Böden, relativ niedrigen Pachten, guter fachlicher Bewirtschaftung der Höfe, einer guten Witterung während der Ackerbearbeitungs-, Saat-, Wachstums- und Ernteperiode, die Entwicklung der Getreidepreise und der Lohnkosten und nicht zuletzt auch der historischen Ereignisse. Allein diese Aufzählung zeigt, mit welch differenzierter Situation wir es bei diesem Untersuchungsthema zu tun haben. Gute Ernten allein z.B. bringen für einen Gutspächter und größeren Landwirt noch keine großen Profite- ja oft ganz im Gegenteil - entscheidend war dafür die Höhe der Preise. Gute Böden sind noch kein Garant für eine gute Ernte, denn die Witterung hat maßgeblichen Einfluss und selbst, wenn der Roggen gute Bedingungen während seiner Wachstumszeit vorgefunden hat, können typische Regenfälle im Juli -also während der Erntezeit - zu großen Verlusten, ganz zu schweigen von Truppendurchmärschen, die das Rheinland in der gesamten Frühen Neuzeit heimsuchten.Um eine solche Untersuchung im Rahmen einer Dissertation durchführen zu können, ist eine räumliche Eingrenzung des Untersuchungsgebietes vonnöten, dies gilt auch für den Untersuchungszeitraum. Das Amt Nörvenich mit seinen Dörfern, Weilern und Einzelhöfen und den Unterherrschaften Disternich,Gladbach und Binsfeld bot sich als geschlossener Raum für eine solche Arbeit an. Zum einem, weil das Amt – im Ostteil des heutigen Kreises Düren - mitten in der fruchtbaren Zülpicher Börde liegt und mit 89 Gütern eine gute Übersicht der ländlichen Verhältnisse bietet. Zum anderen ist die Quellenlage für dieses Gebiet im Historischen Archiv Düsseldorf, dem Historischen Archiv der Stadt Köln, dem Personenstandsarchiv Brühl sowie verschiedener Privat- und Hofesgeschichten sehr gut. Das Anfangsjahr der Untersuchung ist mit 1618, den Beginn des Dreißjährigen Krieges, gewählt. Für das Schlussjahr 1830 gibt es hingegen kein historisches Datum. Da aber die Französischen Zeit von 1794 bis 1814 einen Zeitraum von zwanzig Jahre umfasste, sollte auch die preussische Zeit mit seinen Veränderungen einen ähnlich großen zeitliche Darstellung erfahren. Darüber hinaus waren 1830 auch die Nationalgüterverkäufe im ehemaligen Amt Növenich/Kreis Düren abgeschlossen.Die Untersuchung ist in drei große Abschnitte unterteilt. Der erste untersucht die politischen Geschichtemit den Nationalgüterverkäufen, den Ablösungen der Grundrenten zwischen 1794 und 1814 und die Geschichte der Landwirtschaft, die quasi die Basis für den zweiten Teil, die Sozialgeschichte der Halfenfamilien bildet. Der zweiten Teil wird vor allem der Beschreibung der Landwirtschaft gewidmet. Neben der Präsentation der Betriebsführung auf einem größeren Hofe der Frühen Neuzeit, sind vor allem die - 5 -
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